Kurt Broder
Kurt Broder, *1948, kaufte sich im Jahre 1966 die erste Gitarre im damaligen Kaufhaus Vilan. Bis er den Kaufpreis zusammen gespart hatte, ging er jeden Tag "nachschauen", ob sie noch dort war, weil es die einzige war, die zum Verkauf angeboten wurde. Von da an hat ihn das Gitarrenspielen bis heute nicht mehr losgelassen.
Zusammen mit Bruder Erwin spielte er bis 1969, bis er dann der Rockgruppe NEVER MIND angehörte und mit ihnen in Paris, Innsbruck und sämtlichen Clubs in der Schweiz spielte. In Romanshorn erreichten sie den 1. Rang in der Schweizer Entscheidung. 1972 gründete er die Rockgruppe HELVETIA. Auch mit dieser Band erreichte er, dass sie im Jugend-TV des Schweizer Fernsehens auftreten konnten und selbst auf einer Sammel-LP mit einer Eigenkomposition verewigt wurden.
Mitte der 80er-Jahre spielte er mit Marcel C. Friedrich zusammen in der CHICA SWING JAZZBAND. Zwischendurch besuchte er zwecks Weiterbildung die Jazzschule St. Gallen. Später folgten Auftritte mit der Big Band SWISS TIGERS und den Jazzformationen MUSTY CELLARS und MIDLIFE JAZZBAND. Danach folgten ca. vier Jahre bei der MSS-Big Band. Seit Oktober 2009 spielt er wieder mit Marcel C. Friedrich zusammen.
Marcel C. Friedrich
Marcel C. Friedrich, *1969, erlernte das Klarinettenspiel im Alter
von elf Jahren. Bald folgten die Instrumente Saxophon, Piano und Keyboard. Mit
siebzehn gründete „Benny“ – wie er in Anlehnung an Benny Goodman unter Musikerkollegen oft genannt wird –
seine erste Jazzband, die CHICA SWING JAZZBAND. Als Solist der ersten Big Band der Schweizer Militärmusik
und Pepe Lienhards SWISS ARMY BIG BAND sammelte
Friedrich wertvolle Auftritts- sowie Tournee-Erfahrungen. Sein Soloauftritt mit Pepe Lienhards Big Band im KKL Luzern anlässlich des World
Band Festivals bleibt
unvergessen. Diverse
Kleinformationen wie das CHICA-SWING QUARTETT, das Trio LES AMBASSADEURS, das Duo MUSIC AFFAIRS mit Kurt Broder oder BONNIE JEANNE TAYLORS JAZZ- und PARTYBANDS sind nur einige
weitere Stationen von Friedrichs Performance-Kaleidoskop.
Über sechzehn Jahre war Friedrich hauptberuflich als Primarlehrer tätig. Parallel dazu absolvierte er in den Neunzigerjahren ein Psychologiestudium, welches er mit dem Master abschloss. Vor seinem eigentlichen Musikstudium genoss M. C. Friedrich Aus- und Weiterbildungskurse bei Werner Kläy, Josef Rüegg, Frank Sikora, Sal Nistico, Joe Haider, John Ruocco (Peter Herbolzheimer Big Band), George Robert, Henry Chaix und John Crocker (Chris Barber Jazz & Blues Band).
In den Jahren 2000 bis
2008 liess sich der begeisterte Pädagoge und Musikliebhaber zum Doctor of Arts in Music ausbilden, wobei er die Diplome Schulmusik
II (Klassenunterricht auf
Gymnasialstufe) und Jazz-Performance sowie das Lehrdiplom für Klarinette/Saxophon erwarb. Im Zentrum seines kreativen pädagogischen Engagements
liegt das facettenreiche Vermitteln der Improvisation – die diesbezügliche
Diplomarbeit zeigt wertvolle Wege der Improvisation für den neuzeitlichen
Musikunterricht auf.
Neben Swing & Blues Passion widmet sich der Klarinettist und Saxophonist auch noch seinem Soloprojekt Dr. ClariSax im Electro-Jazzbereich.
Friedrich ist ein absoluter Vollblutmusiker, der mit seiner
unbändigen Spielenergie, Improvisationsfreude und melodiösen Virtuosität ganze
Konzertsäle zum Kochen bringen kann.